In der Lehre des Feng-Shui geht es in der Hauptsache um die Harmonie in unserer Umgebung und in uns selbst – egal ob es sich um den Ausgleich der 5-Elemente oder der 9 Lebensbereiche des 3-Türen-Baguas, der Aktivität und Passivität oder des Hell und Dunkel dreht.
Ein wichtiger Punkt dabei ist die Energie, das Chi. Es soll harmonisch in uns und um uns herum fließen können.

In einer übersichtlichen, geordneten Umgebung ist es einfacher, das Chi in einem guten Fluss zu halten. Man stelle sich vor, wie es ist eine Wohnung zu betreten, in der die Eingangstüre schon nicht ganz aufgeht, der Weg in die anderen Räume überall voll- und zugestellt ist. Wie soll da das Chi, das meistens über die Eingangstüre in unseren Wohnraum kommt, gut fließen können? Ich stelle mir gerne vor, dass die positive Lebensenergie Chi sich ähnlich fortbewegt, wie ein Paar, das Walzer tanzt. Fließend, nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam, Raum einnehmend, beschwingt.
Natürlich sind unsere Wohnräume in der Regel keine Ballsäle, in denen es sich getrost und raumgreifend Walzer tanzen lässt. Leider fühlen wir uns oft in unseren Lebensräumen etwas eingeschränkt. Wenn man bedenkt, dass ein Mensch in Deutschland ca. 10.000 Gegenstände besitzt, ist das nicht besonders verwunderlich. Zumal vor noch nicht mal 100 Jahren waren es gerade mal 180. (Quelle: statistisches Bundesamt)
Deshalb ist es um so wichtiger zu lernen, dass man sich von Dingen verabschieden darf, die wir a) nicht mehr brauchen und b) nicht mehr lieben. Es ist wichtig allen Dingen, die wir besitzen, einen Platz in unserem Haushalt zu geben, damit wir es wieder dorthin zurückgeben können, wenn wir sie nicht mehr benutzen. Sinnvolles Anordnen und Einordnen hilft beim Wiederfinden und Wegräumen.
“ Wer ordentlich ist, ist nur zu faul zu suchen“ ist ein bekanntes Sprichwort oder das „Genie beherrscht das Chaos“. Das mag schon sein, aber frag dich doch mal, wieviel unnütze Lebenszeit du mit Suchen vergeudest. Alleine nach dem Schlüssel oder dem Portemonnaie. So viele Minuten, die wir mit Dingen verbringen könnten, die wir gerne machen, die unser Energielevel anheben könnten. An den vermeidbaren Stress morgens gar nicht zu denken.
Meiner Erfahrung nach ist es gar nicht so einfach für die Dinge, die so in den Haushalt wandern, gleich einen sinnvollen Platz zu finden. Leider ist es nun aber so, dass sich dann mit den Sachen, die kein Zuhause haben regelmäßig Krisenherde des Chaos entstehen. Und Gleiches zieht Gleiches an und das Chaos wird immer größer und kaum mehr zu kontrollieren. Schlechtes Gewissen, Unfähigkeitsgefühle und Versagensängste machen sich breit und der Stresspegel steigt. Dinge kommen dir in den Kopf wie: wie hat das meine Mutter nur geschafft immer Ordnung zu halten? Wieso schaffe ich das nicht? Ich muss doch ein völliger Versager sein…. Und Schwupps hat die negative Energie Sha Chi alles in der Hand.
Also kümmere dich darum, dass dich dein Chaos zuhause nicht überrollt. Gewöhne dir an, zu hinterfragen, ob du die 20. Sache tatsächlich noch brauchst oder ob dafür eine andere ausziehen darf. Mit jedem überflüssigen Gegenstand, der aus deinem Haushalt auszieht, mit jedem kleinen bisschen Ordnung das in dein Zuhause einzieht , kann die positive Energie besser fließen und schenkt dir mehr Kraft für deinen Alltag – einfach so, ganz gratis.
